Aktuelles Heft der „Fotogeschichte“: NOMADIC CAMERA. FOTOGRAFIE, EXIL, MIGRATION

 

Die Fotografie ist das diasporische Medium par excellence. Unweigerlich überschreitet sie in der (E)Migration lokale, regionale, nationale und globale Grenzen und wird somit selbst zu einem transnationalen Medium. Sie wird unterwegs und in der Fremde als Gedächtnis- und Erinnerungsmedium, aber auch als Kommunikationsmittel eingesetzt. Die Fotografie wird zudem als Zeichen der Wertschätzung und Solidarisierung gegenüber Gleichgesinnten verwendet. Nicht nur Formen der geografischen Entwurzelung, sondern auch Bedürfnisse nach Zugehörigkeit finden in fotografischen Dokumenten ihren Niederschlag.

So wie die untersuchten Bilder überschreiten auch die Beiträge dieses Themenheftes zeitliche, geografische und thematische Grenzen. Sie führen exemplarisch vor Augen, wie mit fototheoretischen und fotohistorischen Mitteln die komplexen Zusammenhänge zwischen Flucht, Exil und Migration analysiert werden können.

Screenshot der Webseite „Fotogeschichte“. Foto: Hıdır Emir: „Mein schönes Leben in Wien“, 1965 Mehmet Emir ©

Das aktuelle Heft der Fotogeschichte Jg. 39 (Frühjahr 2019), Nr. 151
NOMADIC CAMERA. FOTOGRAFIE, EXIL, MIGRATION
hg. von Burcu Dogramaci und Helene Roth

 

BEITRÄGE

Burcu Dogramaci, Helene Roth: Nomadic Camera. Fotografie, Exil und MigrationAlexis Cordesse: Talhasi [fragments]. Mit einem Nachwort von Florian Ebner

Helene Roth: First Pictures. New York im Auge europäischer emigrierter Fotografinnen und Fotografen in den 1940er Jahren

Hyewon Yoon: Porträts im Exil. Gisèle Freund in Frankfurt und Paris

Burcu Dogramaci: Mehr als ein Bild. Serie und Zyklus, Fotografie und Emigration

From Vienna with love: Burcu Dogramaci und Mehmet Emir im Gespräch über den Fotografen Hıdır Emir

Birgit Mersmann: „I want to give them a face“. Ad van Denderens Fotodokumentation irregulärer europäischer Migration

 

FORSCHUNG

Kathrin Schönegg: Zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus. Heinz von Perckhammer als Illustrations- und Reportagefotograf in Berlin

 

REZENSIONEN

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