Eine Welt/One World: Eine Mediengeschichte des Globalismus

1940er- bis 1990er-Jahre

Das Forschungsprojekt befasst sich mit der politischen Semantik der „Einen Welt“ in der Bundesrepublik Deutschland und den USA in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei wird ein mediengeschichtlicher Zugang zur Geschichte des Globalismus erprobt. Es werden – exemplarisch und mittels einer entschieden kontextualisierenden Herangehensweise – zwei Spezialisten der Medialisierung, insbesondere der Visualisierung globaler Interdependenzen untersucht: der deutsche Historiker und Kartograf Arno Peters (1916-2002) und der amerikanische Erfinder und Public Intellectual R. Buckminster Fuller (1895-1983).

 

Zusammenpuzzeln eines angemessenen Weltbilds, in: Die Peters-Projektion. Anwendungen, o.O. [München] o.D. [1981], S. 11, © Universum Verlag GmbH, München-Solln, 1981

 

Peters und Fuller entwickelten vielverkaufte Weltkarten, weltgeschichtliche Tabellen und Rollenspiele, die das Eingebundensein der Bewohner des globalen „Westens“ in translokale, weltumspannende Zusammenhänge verdeutlichten. Im Projekt sollen der wissensgeschichtliche Hintergrund dieser Repräsentationen des Weltganzen rekonstruiert und die große Resonanz ausgemessen werden, die sie in der politischen Kultur beider Länder entwickelten. Denn die Analyse von Hoffnungen, die sich auf die Wirkung von (Bild-)Medien bei der Herausbildung individueller Verantwortungsgefühle für die Erde und die Menschheit richteten, verspricht das historiografische Verständnis von Prozessen der „Subjektivierung“ im 20. Jahrhundert zu erweitern.

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