CfP: Atelierfotografie und Fotografenatelier

Mediengeschichte zwischen Kommerz, Kitsch und Kunst. Wissenschaftliche Tagung anlässlich der Ausstellung „Stadt. Mensch. Geschichten. – Atelierfotografie Arno Kersten 1867 bis 1938“ in Altenburg 21.-23. Juni 2019 Deadline: 31. Oktober 2018

Photos sind keine Fenster, die einen durchlässigen Blick auf die Welt bieten, wie sie ist, oder genauer, wie sie war. Photos legen – oftmals zweifelhaft, immer unvollständig – Zeugnis ab und unterstützen herrschende Ideologien und bereits bestehende gesellschaftliche Arrangements. Sie erzeugen und bestätigen diese Mythen und Arrangements.“

Susan Sontag

 

„Altenburger Bauer in traditioneller Tracht“, aufgenommen von Arno Kersten; RSA 04844 Atelier Arno Kersten Sohn Nachfahren / Deutsche Fotothek

Die Entdeckung und wissenschaftliche Dokumentation des vollständigen Nachlasses des Altenburger Fotoateliers Kersten ist für die Wissenschaft ein großer Glücksfall. Denn der Nachlass umfasst neben Tausenden von Negativen auch umfangreiche Geschäftsunterlagen und Utensilien zur Fotografie der Familien Arno und Otto Kersten sowie des Nachfolgers Joseph Bernath, entstanden zwischen 1867 und den 1950er Jahren. In der Geschichte des Ateliers, seiner Betreiber und ihrer Fotografien werden so die immensen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Umbrüche und Kontinuitäten der deutschen Geschichte auf lokaler und nationaler Ebene sichtbar.

Anlässlich der Sonderausstellung „Stadt. Mensch. Geschichten. – Atelierfotografie Arno Kersten 1867-1938“ veranstaltet der Schloss- und Kulturbetrieb Residenzschloss Altenburg in Kooperation mit der Deutschen Fotothek in der SLUB Dresden eine wissenschaftliche Tagung zur Geschichte der Atelierfotografie, deren Zeugnissen und dem aktuellen Forschungsstand. Als Zeugnisse gelten dabei sowohl die erhaltenen Gerätschaften und Apparate zur Fotoerstellung als auch die Ateliergebäude und anderes mehr.

 

Für folgende Themenfelder, die im Rahmen der Tagung beleuchtet und zur Diskussion gestellt werden sollen, wünschen wir uns noch Beiträge:

  • Nachlässe von Fotoateliers – Beiträge zu deren Geschichte und Provenienz
  • Zur Ausbildung von Atelierfotografen
  • Kommunikationsnetzwerke und Vertriebswege von Atelierfotografen
  • Die technische Entwicklung der Fotografie und ihre Auswirkungen auf die Atelierfotografie
  • Atelierfotografie im Spannungsfeld von Kunst und Kommerz
  • Zur mobilen Ausstattung von Fotografenateliers: Hintergründe, Kulissen, Möbel und Kleidung (Vertriebswege, Kataloge, Moden)
  • Geschäftsfelder der Atelierfotografen, z.B. Reproduktion, Produktfotografie, Buchillustrationen etc.
  • Genre der Fotografie, z.B. Exotismus, Heimat- und Trachtenbilder, Erotische Fotografie, und ihre kunsthistorische Kontextualisierung

Weiterhin besteht für junge Wissenschaftler/Studenten im höheren Semester die Möglichkeit, ihre Arbeiten im Rahmen einer Posterpräsentation der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorzustellen.

 

 

„Prinz Albrecht und Prinzessin Marie von Preußen“, aufgenommen von Arno Kersten; RSA 04844 Atelier Arno Kersten Sohn Nachfahren / Deutsche Fotothek

Atelierfotografie und Fotografenatelier
Mediengeschichte zwischen Kommerz, Kitsch und Kunst

Wissenschaftliche Tagung anlässlich der Ausstellung „Stadt. Mensch. Geschichten. – Atelierfotografie Arno Kersten 1867 bis 1938“ in Altenburg

Zeitraum: 21.-23. Juni 2019

Ort: Residenzschloss Altenburg, Teehaus und Orangerie

Um Einreichung von Abstracts für den Vortrag (max. 500 Wörter) und kurze CVs der Referierenden  wird bis zum 31. Oktober 2018 gebeten: u.stroemsdoerfer@residenzschloss-altenburg.de

Ein Tagungsband ist geplant.

 

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