Die Propagandazeitschrift „Die Wehrmacht“ (1936-1944)

Analyse der Layouts, Werbeanzeigen und Kriegsberichterstattung

Titelseite der Zeitschrift "Die Wehrmacht" Nr. 8 – 8. Jahrgang – Berlin, 19. April 1944, Ausgabe A (Auslandsausgabe), PK-Aufnahme: Kriegsberichter Haenisch, Titel des Bildes: „Ein MG-Posten an der Ostfront.“ Private Sammlung Joao Franzolin ©

Titelseite der Zeitschrift „Die Wehrmacht“ Nr. 8 – 8. Jahrgang – Berlin, 19. April 1944, Ausgabe A (Auslandsausgabe), PK-Aufnahme: Kriegsberichter Haenisch, Titel des Bildes: „Ein MG-Posten an der Ostfront.“
Private Sammlung Joao Franzolin ©

Die Dissertation will einen Beitrag zur Geschichte der Propagandazeitschrift „Die Wehrmacht“ leisten, die in den Jahren 1936 bis 1944 veröffentlicht wurde. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Analyse der verwendeten Layouts, Werbeanzeigen und die Kriegsberichterstattung gelegt.

Recherchen zur Pressegeschichte haben ergeben, dass „Die Wehrmacht“ bisher nur oberflächlich Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen war. Die einzige Zeitschrift der Wehrmacht, die bereits ausführlicher analysiert wurde, ist die Auslandsillustrierte „Signal“. So wie „Signal“ bildet auch „Die Wehrmacht“ ein Desiderat der Forschung. Auch sie ist von der NS-Propaganda als Mittel zur Beeinflussung von Zivilisten und Soldaten genutzt worden.

Thymian Bussemers Begriff der „Kriegspropaganda“ wird in diesem Zusammenhang als theoretischer Ansatz verwendet. Die Zeitschrift sollte die Leser in Deutschland für das Militär einnehmen und während des Zweiten Weltkriegs die Moral der eigenen Truppe stärken. Darüber hinaus orientiert sich das Dissertationsprojekt an den methodischen Richtlinien von Rainer Rutz, Ana Luiza Martins und Tania Regina de Luca, die die Notwendigkeit der Analyse aller Bestandteile einer Zeitschrift betonen. So wird eine Bandbreite unterschiedlicher Aspekte der Zeitschrift behandelt, wie etwa ihre Geschichte, ihre Nutzung als Werbefläche, die redaktionellen Inhalte, die an der Herausgabe beteiligten Mitarbeiter, ihre Kriegsberichterstattung sowie die vermittelte Propaganda in den Ausgaben bzw. ihr Bezug zu der Abteilung Wehrmachtspropaganda.

Verschiedene Exemplare der Illustrierten (die normale Ausgabe, die Sondernummer und die sogenannte „Ausgabe A“, die Ausgabe für das Ausland) werden ausführlich recherchiert, um die Einzelheiten dieser Publikation hervorzuheben. Teil der gründlichen Analyse des Inhalts der erschienenen Ausgaben ist es, die Kriegsberichterstattung des Periodikums zu untersuchen. Welche Selbst- und Feindbilder wurden während des Erscheinens der Illustrierten in Wortberichten, Zeichnungen und Fotografien der Zeitschrift „Die Wehrmacht“ vermittelt?

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