Visual History
Konzepte, Forschungsfelder und Perspektiven

Konferenz zum Abschluss des Projekts „Visual History“ vom 2. bis 4. März 2016 in Berlin

Die Geschichtswissenschaft war bis weit in das 20. Jahrhundert hinein vor allem eine Textwissenschaft. Erst in den vergangenen Jahrzehnten wurden Bilder zunehmend als Quellen einbezogen und gleichzeitig auch selbst zum Untersuchungsgegenstand. Ziel der Tagung ist es, eine kritische Bestandsaufnahme der Visual History zu leisten, methodische Probleme zu thematisieren, das Gespräch mit Nachbardisziplinen zu suchen und Perspektiven für den Umgang mit Bildern in der Geschichtswissenschaft zu entwickeln.

Konferenzplakat. Fotograf: Tamás Urbán, Ungarn 1971. Ein Team des ungarischen Fernsehens MTV auf der Baustelle eines Kraftwerks nahe der Donau

Konferenzplakat. Fotograf: Tamás Urbán / Fortepan ©, Ungarn 1971. Ein Team des ungarischen Fernsehens MTV auf der Baustelle eines Kraftwerks nahe der Donau

Eine Tagung des Projekts

Visual History – Institutionen und Medien des Bildgedächtnisses
www.visual-history.de

Programm

 

Mittwoch, 2. März 2016

14.00
Begrüßung
Annette Vowinckel und Jürgen Danyel (Potsdam)

14.15
Eröffnungsvortrag von Gerhard Paul (Flensburg)
Vom Bild her denken. Der Stand der Visual History zehn Jahre nach dem Konstanzer Historikertag

15.30-16.00
Kaffeepause

16.00-17.45
Panel 1: Konzepte und Methoden der historischen Bildforschung

  • Jens Jäger (Köln): Überlegungen zur ‚konventionellen‘ Bedeutung von Bildern

  • Ulrike Pilarczyk (Braunschweig): Politische Erziehung in der Spätphase der DDR. Grundzüge der seriell-ikonografischen Fotoanalyse

  • Stefan Troebst (Leipzig): Visuelle Geschichtskultur in Osteuropa. Ein Praxisbericht

  • Moderation: Annette Vowinckel (Potsdam)

 

Donnerstag, 3. März 2016

9.30-11.00
Panel 2: Bilder in den Medien/Medialität der Bilder I: Fotografien, Landkarten und Briefmarken

  • Ulrich Prehn (Berlin): Von der Schatulle zum Journal. Fotografien als private Erinnerung und publiziertes Medium

  • Agnes Laba (Marburg): Zwischen Popularisierung und Verwissenschaftlichung – Zur Rolle von Landkarten als Visualisierungsmedien

  • Silke Vetter-Schultheiß (Darmstadt): Von der Natur zur Technik. Westdeutscher Natur- und Umweltschutz auf Briefmarken von 1950 bis 1990

  • Moderation: Jörn Glasenapp (Bamberg)

11:00-11:30
Kaffeepause

11.30-13:00
Panel 3: Bilder in den Medien/Medialität der Bilder II: Fotografie, Architektur, Film und Fernsehen

  • Stefanie Dufhues (München): Mehr sehen/mehr wissen? Die Rolle der Fotografie in der Mikroskopie des 19. Jahrhunderts

  • Arnold Bartetzky (Leipzig): Architektur und Städtebau als Träger von Geschichtsbildern

  • Ulrike Weckel (Gießen): Dekonstruktion bewegter Bilder mit filmischen Mitteln. Beispiele des Umgangs mit Aufnahmen aus der NS-Zeit in Film und Fernsehen

  • Moderation: Martina Heßler (Hamburg)

13:00-14:30
Mittagspause

14.30-16.00
Panel 4: Bildproduzenten und Bildwirtschaft im historischen Wandel

  • Eszter Kiss (Potsdam): Akteure der sozialistischen Bildproduktion und -distribution

  • Malte Zierenberg (Berlin): Die Bilder, die Worte und der Print-Kapitalismus. Emblematische Ordnungen einer neuen fotografischen Öffentlichkeit seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert

  • Harriet Scharnberg (Halle-Wittenberg): Das A und P der Propaganda. Bildproduktion und Bildvertrieb der Associated Press G.m.b.H im Nationalsozialismus

  • Moderation: Martina Winkler (Bremen)

16.00-16.30
Kaffeepause

16.30-18.00
Podiumsdiskussion: Überlieferung, Digitalisierung, Situation der Bildarchive

  • Elke Bauer, Bildarchiv des Herder-Instituts Marburg

  • Jens Bove, Deutsche Fotothek Dresden

  • Hanns-Peter Frentz, bpk Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte, Berlin

  • Moderation: Lucia Halder (Köln/Braunschweig)

18.00
Fingerfood

20.00
Buchvorstellung: Gerhard Paul, Das visuelle Zeitalter. Punkt und Pixel
(Ort: TheaterClub im Umspannwerk Ost, Palisadenstraße 48, 10243 Berlin)

 

Freitag, 4. März 2016

9.30-10.15
Panel 5: Visual Memory. Wirkungsmacht und Kanonisierung

  • Christoph Hamann (Berlin): Freiheit und Einheit? Zur Ikonographie des Mauerfalls 1989 in Berlin

  • Stephan Scholz (Oldenburg): „Bilder von zwingender Eindringlichkeit“. Produktion, Distribution und Verwendung fotografischer Repräsentationen von ‚Flucht und Vertreibung’ in der Bundesrepublik

  • N.N.: Historisches Bildverstehen

  • Moderation: Susanne Popp (Augsburg)

11.15-11.45
Kaffeepause

11.45-13.00
Abschlusspodium: Visual History – Was kommt nach dem Turn?

  • Lucia Halder, Georg-Eckert-Institut Braunschweig/Rautenstrauch-Joest-Museum Köln

  • Wolfgang Hardtwig, Humboldt-Universität zu Berlin

  • Jörg Trempler, Universität Passau

  • Michael Wildt, Humboldt-Universität zu Berlin

  • Moderation: Annette Vowinckel (Potsdam)

13.00
Mittagsimbiss vor Ort und Abreise

 

Konferenzplakat. Fotograf: Tamás Urbán, Ungarn 1971. Ein Team des ungarischen Fernsehens MTV auf der Baustelle eines Kraftwerks nahe der Donau

Konferenzplakat. Fotograf: Tamás Urbán / Fortepan ©, Ungarn 1971. Ein Team des ungarischen Fernsehens MTV auf der Baustelle eines Kraftwerks nahe der Donau

Veranstaltungsort
Palisa – Tagungs- und Veranstaltungszentrum (www.palisa.de)
Palisadenstr. 48, 10243 Berlin-Friedrichshain
(U-Bahn Weberwiese)

Für die Verpflegung während der Tagung (Mittagsimbiss am Donnerstag und Freitag sowie Abendimbiss am Donnerstag) erheben wir eine Pauschale von 20 Euro (10 € für StudentInnen).

 

Anmeldungen
werden bis zum 19. Februar erbeten.
Bitte geben Sie an, ob Sie an allen Tagen teilnehmen.
Kontakt: Judith Berthold
Tel. 0331-28991-48
tagung@visual-history.de

 

Soziale Medien
twitter.com/visualhist – #visualhistory und #vhtagung
www.facebook.com/visualhistory

 

Visual History – Institutionen und Medien des Bildgedächtnisses

Eine Tagung des gemeinsamen Forschungsprojekts des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, des Herder-Instituts in Marburg, des Georg-Eckert-Instituts in Braunschweig und des Deutschen Museums in München

 

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
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Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung
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Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
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Deutsches Museum
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